Skoda Rapid Spaceback: Noch ein Golf?

Dass der Skoda Rapid, der im vergangenen Herbst das Licht der Weltöffentlichkeit erblickte, kein Einzelkind bleiben würde, war im Prinzip schon von Anfang an klar. Inzwischen ist auch klar, was für ein Geschwisterchen der kompakte Tscheche bekommt: Mit dem Skoda Rapid Spaceback wird ein Fließheck-Modell in die Familie geboren, das dem VW Golf und dem Audi A3 durchaus gefährlich werden könnte.

Skoda Rapid Spaceback Front

Nachdem die Produktion bereits vor ein paar Wochen im Skoda-Stammwerk Mladá Boleslav gestartet ist, wird der Rapid Spaceback dann im Oktober zu den Händlern kommen… und schon in der nächsten Woche auf der IAA in Frankfurt seine Weltpremiere feiern. Auch wenn der „junge Skoda“, wie er von der Marketingabteilung getauft wurde, auf den Pressefotos eher langgezogen wirkt, ist er größenmäßig natürlich doch ein klassischer Vertreter der Golf-Klasse. Mit 4,30 Meter Länge, 1,71 Meter Breite und 1,46 Meter Höhe ist er zwar knapp 18 Zentimeter kürzer als die Rapid Limousine (der Platz im Innenraum bleibt gleich), aber nahezu genauso groß wie der Golf 7. 

Motorentechnisch setzen die Tschechen auf vier Benziner und zwei Dieselmotoren: Der dreizylindrige 1,2 MPI mit 75 PS, einem Verbrauch von 5,8 Litern Benzin auf 100km und 134 g CO2/km macht den Einstieg während es bei den Ottomotoren bis hin zum 1,4 TSI mit 122 PS geht. Dieser Motor ist dann auch ausschließlich in Verbindung mit dem 7-Gang-DSG zu haben – was keine schlechte Wahl ist. Dadurch liegt der Norm-Verbrauch trotzdem nicht höher als beim Einstiegsmodell, als Green tec-Variante lässt er sich sogar auf 5,4 l/100km senken. Dazwischen gibt es dann noch den „normalen“ 1,2 TSI (86 PS, 5,1 l/100km) und die leistungsgesteigerte Version (105 PS, 5,4 l/100km).

Skoda Rapid Spaceback Heck

Noch sparsamer sind dann natürlich die beiden Common-Rail-Diesel. Der 1,6 TDI-Motor leistet 90 PS und kann entweder mit einem manuellen Fünfganggetriebe oder dem erwähnten Siebengang-Doppelkopplungsgetriebe kombiniert werden und verbraucht dann in der Green tec-Variante nur 3,9 l/100km laut den Werksangaben. Die etwas schärfere Ausgabe des 1,6 TDI bringt dann 15 PS mehr auf die Straße liegt aber im kombinierten Verbrauch gleich auf: 4,4 l/100km bzw. 3,9 l/100km als Green tec.

Bei der Gestaltung des Fahrzeugs bietet Skoda seinen Kunden viel Individualität. Angefangen bei den üblichen Farbvariationen über drei verschiedene Ausstattungspakete ist das Highlight wohl das große Panorama-Glasdach, das von der Front- bis zur Heckscheibe reicht. Ansonsten leitet sich das Angebot an Sonderausstattungen natürlich von dem der Skoda Rapid Limousine ab.

Von der Wertigkeit und dem Design wird sich der Skoda Rapid Spaceback kaum von seinem Wolfsburger Konzern-Bruder unterscheiden, lediglich die Liste der Ausstattungsmöglichkeiten fällt etwas kürzer aus. Einen großen Vorteil gegenüber dem Volkswagen hat der Radid Spaceback jedoch: der Einstiegs-Preis wird unter 15.000 Euro liegen und ist damit mindestens 2000 Euro günstiger als beim Golf. Und nicht zu vergessen, die unzähligen Simply Clever-Ideen.

Skoda Rapid Spaceback Innenraum Cockpit Interior Skoda Rapid Spaceback Heck Kofferraum

Fotos: Skoda