BMW i3: Mein Eindruck nach der Weltpremiere

Gestern wurde nun also der BMW i3 in seiner finalen Form der Weltöffentlichkeit vorgestellt. Da BMW selbst ja bereits im Vorfeld schon die Bilder seiner nur noch spärlich getarnten Erlkönige als Pressebilder veröffentlicht hatte, blieben nur noch wenige Überraschungen, was das finale Design angeht. Über die technischen Daten habt ihr sicherlich schon einiges gelesen, wenn nicht könnt ihr es bei Thomas auf Autokarma nachholen. Doch ohne das Auto schon in Realität gesehen oder gar gefahren zu sein, kann man eh nicht viel mehr als einen ersten Eindruck schreiben.

BMW-i3-Front

Fangen wir vorne an. Zuerst dachte ich bei der Front an einen zusammengestauchten BMW X5. Inzwischen habe ich allerdings einen etwas anderen Vergleich gefunden: Sieht der i3 nicht ein wenig aus wie ein grimmiger Gorilla? 😉 Obwohl die Schnauze ziemlich bullig ist, hat sie nicht den typischen „aggressiven“ BMW-Auftritt, mit der vorgesetzten Stoßstange wirkt es fast eher schmollend… Die adaptiere BMW-Niere war natürlich ein Muss, auch wenn sie beim Elektromotor natürlich keinen Zweck mehr zu erfüllen hat und deswegen auch komplett ausgefüllt ist. Der blaue Rahmen hat aber was, oder?

BMW-i3-Front-Niere

Polarisierend wirkt auf jeden Fall auch die Seitenlinie. Die Sicke in der Tür war so natürlich vorher noch nicht beim Concept Car oder den Erlkönig-Modellen sichtbar, wer allerdings das BMW i3 Concept Coupé gesehen hat, dürfte allerdings weniger überrascht gewesen sein. Wenn die Kante wirklich das größte Manko am i3 sein soll, kann man sich in München wohl beruhigt auf die Schulter klopfen.

BMW-i3-Heck

Den schönsten Part des BMW i3 finde ich das Heck – ganz im Gegensatz zu Jens, der nicht so wirklich überzeugt scheint. Die in der Heckklappe eingelassenen LED-Rückleuchten gefallen (mir). Und auch das i3-Logo passt. Etwas Sorge habe ich nur bei der Heckscheibe, das könnte beim Blick durch den Rückspiegel auch eher weniger als mehr Überblick verschaffen. Aber wie ihr bei Thomas sicherlich gelesen habt, gehören zur Serienausstattung des i3 nicht nur Klimaanlage und Freisprecheinrichtung, sondern auch die Park Distance Control für hinten. Und in der Sonderausstattung gibt es auch eine Rückfahrkamera – im Parkplatzchaos der «Mega-Citys» sicherlich auch keine schlechte Investition.

BMW-i3-Cockpit

Der Innenraum wirkt auf den Fotos relativ großzügig, nicht nur die B-Säule „fehlt“, sondern auch der Mitteltunnel konnte durch die direkt an der Achse platzierten Elektromotoren entfallen. Ansonsten setzt sich im Inneren das futuristische Design durchaus fort. Das Zwei-Speichen-Lenkrad sieht auf den Fotos irgendwie um 180° verdreht aus, der üppig dimensionierte Schalthebel ist dahinter positioniert (wo auch sonst, wenn es keinen Mitteltunnel gibt). Zentrale Elemente sind natürlich auch die beiden Bildschirme, einen für die normalen Infotainment-Funktionen und einen zweiten, der als Tacho fungiert. Einen schönen Gegensatz zum ganzen Futurismus sind jedoch die Holzelemente, die man optional bestellen kann.

BMW-i3-Armaturenbrett-Monitore

Wie so oft scheiden sich beim i3 vor allem am Design die Geister. Fakt ist, dass es kein Allerweltsdesign ist. Mit dem BMW i3 wird man auffallen. Ich bin extrem gespannt, wie sich der kleine Stromer fährt – dank des stufenlosen Elektroantriebs ist man beim Ampelsprint auf jeden Fall auf Platz 1 und dann dürfen sich die anderen sowieso nur noch das – wie ich finde – gelungene Heck ansehen… 😉

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3 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. Ich bin noch nicht wirklich überzeugt. Technisch wird BMW alles im Griff haben, und der i3 ist immerhin der erste konsequent auf den Elektroantrieb ausgelegte Wagen und kein Kompromiß. Die Lösung für das Reichweitenproblem ist bestechend: anzuerkennen, daß der Elektrowagen zwar für 90%, nicht aber alle Fahrten taugt und dann für die Ausnahmen einen Pool von Verbrennern bereitzuhalten hat sich noch niemand getraut.

    Aber warum müssen solche Autos immer aussehen, als seien sie für Leute, die keine Autos mögen? Die Proportionen stimmen einfach nicht, im Verhältnis zu Breite und Länge ist der Wagen viel zu hoch. Mag ja sein, daß Frauen das (auch bei Kleinwagen) vorherrschende Kindchenschadesign anspricht, als Mann möchte man in so etwas nicht gesehen werden. Zugegeben, ganz so häßlich wie das Elektroding von Renault/Nissan ist der i3 nicht – gelungenes Design sieht dennoch anders aus.

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