Vernünftiger Kompaktkombi: Toyota Auris Touring Sports

Obwohl gerade zu Hause noch der Toyota Auris als Fünf-Türer stand, hatte es sich zeitlich so ergeben, dass ich auch den brandneuen Toyota Auris Touring Sports – also den zugehörigen Kombi – auf einer Fahrveranstaltung testen durfte. Sehr interessant für mich, konnte ich doch die Unterschiede beinahe direkt vergleichen. Aber was macht den Unterschied aus zwischen dem Touring Sports und Hatchback – außer der Größe?

Toyota Auris Touring Sports Hafen Front

Grundsätzlich sind die Unterschiede zum Hatchback marginal. Bis zur C-Säule sind beide Fahrzeuge identisch, sowohl was die Karosserie als auch was das Fahrwerk betrifft. Erst danach wird es interessant: Am Heck gibt es einen deutlich längeren Überhang, der für ordentlichen Platz im Kofferraum sorgt (530 bzw. 1658 Liter bei umgeklappten Sitzen – egal welche Motorisierung). Das Befüllen der geschaffenen Ladefläche dürfte ebenfalls um einiges leichter gehen, denn die Ladekante wurde um gut 100 Millimeter abgesenkt, weshalb das hintere Kennzeichen von der Stoßstange in die Heckklappe umgezogen ist. Dort ist zum Glück auch die Heckscheibe gewachsen, im Vergleich zur Schießscharte des Hatchbacks ist eine normal dimensionierte Öffnung eingebaut worden und sorgt für wesentlich bessere Sicht nach hinten.

Toyota Auris Touring Sports Heck Seite

Wie beim Fünf-Türer auch, gibt es für den Touring Sports fünf Ausstattungspakete. Klimaautomatik, Rückfahrkamera und das Infotainment-System „Touch & Go“ sind die Haupt-Bestandteile des Life-Paketes, für das sich Toyota am meisten Abnehmer verspricht. Konfiguriert man sich noch den Tempomat, Regen – und Lichtautomatik und eine Sitzheizung dazu, die ich in keinem neuen Auto mehr vermissen wollen würde, kann man sich so schon ein sehr passables Auto zusammenstellen. Die Stoff- und die Lederausstattung im Innenraum ist ebenfalls sehr ansprechend, was sich die Designer aber bei der Stoff-Leder-Kombination gedacht haben, die wir am zweiten Tag im Auto hatten, kann mein persönlicher Geschmack nur wenig nachvollziehen. 😉 Genauso setzen sich auch einige andere Design-Unstimmigkeiten im Innenraum fort, etwa die unterschiedliche Typografie der Bezeichnung auf den Sitzheizungs-Schaltern oder die „hineingeklatscht“ wirkende Uhr mit der Segmentanzeige im Armaturenbrett.

Toyota Auris Touring Sports Schalter Klimaanlage Sitzheizung

Zum Start stehen für den Kompakt-Kombi fünf Motorisierungen zur Verfügung, zwei Benziner, zwei Diesel und der Hybrid. Während ich den Hybrid im normalen Auris als ordentlich und angenehm empfand, war ich gerade im Vergleich beim Touring Sports etwas negativ überrascht. Obwohl der Hatchback gut 50 Kilogramm schwerer als der Kombi ist, kam mir der Hybrid im Kombi ein gutes Stück träger vor – allerdings auch nur, wenn man das Auto eher sportlich über kurvige Landstraßen scheuchen will. Und dafür wird man sich wohl auch keinen Hybrid-Kompaktkombi mit einer Systemleistung von 136 PS kaufen, zu denen der Benzinmotor auch „nur“ 99 PS beisteuert. Für die normale, vernünftige Fortbewegung ist der Hybrid aber vollkommen ausreichend.

Toyota Auris Touring Sports Interieur Blende Lenkrad

Auch preislich baut der Toyota Auris Touring Sports auf die Vernunftebene. Das Hybrid-Modell ist schon im Anschaffungspreis 150 Euro günstiger als das vergleichbare Zwei-Liter-Diesel-Modell. Und selbst bei den laufenden Kosten soll der Hybrid das Diesel-Modell schlagen, weshalb die Japaner davon ausgehen, dass rund 44 Prozent der verkauften Fahrzeuge Hybrid-Modelle sein werden, der Diesel dagegen nur für drei Prozent der Käufer interessant sein wird. Nachdem ich alle drei Modelle gefahren bin, kann ich das nur teilweise nachvollziehen. Der Diesel hat mir am meisten Spaß gemacht, bot er doch definitiv die beste Fahrdynamik und dürfte gerade auf Langstrecken sicherlich einen guten Partner darstellen. Der Hybrid ist aber trotz meiner Kritik oben ein gutes Auto, das vor allem im Stadtverkehr mit einem niedrigeren Verbrauch überzeugen kann. Natürlich auch auf der Autobahn, aber gute Verbrauchswerte erreicht man vermutlich nur bei Geschwindigkeiten bis 120 km/h.

Toyota Auris Touring Sports Front Fahraufnahme

Mein Fazit

Der Toyota Auris Touring Sports hat abgesehen von seinem Namen nicht viel mit Sport zu tun (außer man meint damit den Transport von Sportgeräten, die im geräumigen Kofferraum sicherlich ihren Platz finden). Denn hinter dem dynamischen Design versteckt sich vielmehr ein solides Vernunftauto, dass mit interessanten Ausstattungspaketen punkten will und kann. Interessant dürfte es vor allem für junge Familien sein, die eben auch mal etwas mehr Gepäck haben und trotzdem günstig und umweltschonend unterwegs sein wollen. Ob Diesel oder Hybrid – das muss vermutlich jeder für sich selbst entscheiden, ich persönlich würde beim Kombi weiterhin zum Diesel tendieren. Aber auch in den Sommerurlaub kann man mit dem Auris gut fahren – die Klimaanlage/ Klimaautomatik kühlt das Wageninnere auf eine sehr angenehme Temperatur herunter. 😉

Toyota Auris Touring Sports Aussenaufnahme Meer Segelboot

Was die anderen Blogger so schreiben

Natürlich waren auch wieder einige andere Blogger-Kollegen mit vor Ort. Was sie über den Auris Touring Sports schreiben, könnt ihr in ihren Artikeln lesen:

Impressionen vom Toyota Auris Touring Sports

Toyota Auris Touring Sports Aussenspiegel

Toyota Auris Touring Sports Cockpit Armaturenbrett

Toyota Auris Touring Sports Heck Rueckleuchten

Toyota Auris Touring Sports Heckleuchte Detail

Toyota Auris Touring Sports Scheinwerfer Detail

Toyota Auris Touring Sports Sitze Leder Stoff Kombination

Toyota Auris Touring Sports Kofferraum

Toyota Auris Touring Sports Aussenaufnahme Kathedrale Palma Mallorca