Audi Group – Vier Marken unter einem Dach

Am Vorabend der Jahrespressekonferenz hat sich Audi erstmals mit seinen Tochtermarken als Audi Group öffentlich präsentiert. Neben der Kernmarke mit den vier Ringen verbinden sich Lamborghini, Italdesign Giugiaro und Ducati hinter der neuen offiziellen Bezeichnung. So stand auch der Abend ganz unter dem Eindruck des italienischen Flairs – denn Audi will nun italienischer werden.

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Neben ein paar Showevents stellten sich vor allem die einzelnen Marken vor und natürlich waren auch einige automobile Highlights zu sehen. So zum Beispiel der Audi A3 e-tron, den ich mir nun auch mal in Natura ansehen konnte. Abgesehen vom markanten Chrom-Singleframe-Grill und der unauffälligen Beschriftung an den Türen sieht man von außen kaum einen Unterschied zum normalen A3. Ich glaube immer noch, dass es ein recht praxisnahes Konzept ist – auch wenn man mit einem Hybrid nicht vom herkömmlichen Verbrennungsmotor abkommen wird.

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Auch der pilotierte Audi A7 Sportback fuhr – automatisch, per Knopfdruck auf dem iPhone – auf die Bühne. Mit Kameras im Auto wurde bewiesen, dass wirklich kein Fahrer im Auto saß, was Vorstandschef Rupert Stadler mit einem Augenzwinkern kommentierte: „Ich verlasse mich jetzt voll auf unsere Techniker.“ Und in der Tat, der A7 fuhr ohne Schwierigkeiten auf die Bühne, denn mit Hilfe von Ultraschallsensoren, Lasermessung und Kameras erfasst er die Umgebung, um sich selbstständig fortbewegen zu können.

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Wie schon geschrieben, war am ganzen Abend italienisches Flair zu spüren. So wurde die 1973 von Italdesign für Audi entworfene Studie „Asso de Picche“ vorgeführt. Glücklicherweise hat sich der Designstil in den vergangenen 40 Jahren doch etwas gewandelt.

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Auf der Bühne durfte natürlich auch Lamborghini nicht fehlen. Neben einem Lamborghini Miura, dem mit 385 PS stärksten Modell seiner Zeit, fuhr auch das SUV-Konzept Urus auf die Bühne. Auf schlanken 24 Zoll-Felgen rollte der Koloss hervor. Über Design soll man ja nicht streiten und Lamborghinis-Design ist ja meist ziemlich futuristisch. Offiziell hat man sich bei Lamborghini noch nicht geeinigt, ob der Urus tatsächlich gebaut werden soll. Die Entscheidung soll jedoch noch in diesem Jahr fallen und dann würde der Lamborghini-SUV 2017 auf den Markt kommen.

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Auch der Neuzugang in der Audi Group Ducati stellte sich den Anwesenden natürlich vor. Ich gebe zu, ich habe von Motorrädern kaum Ahnung, aber die vorgestellte Ducati Hypermotard sieht schon verdammt nett aus. Richtig laut wurde es dann, als die beiden MotoGP-Fahrer Nicky Hayden und Andrea Dovizioso mit ihren Rennmaschinen auf die Bühne fuhren.

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Auch wenn es den Zusammenschluss der vier Marken schon länger gibt, die Bezeichnung Audi Group wurde gestern Abend zum ersten Mal öffentlich genannt. Natürlich hat man bei Audi diese Investitionen nicht einfach nur gemacht, um besseren Kaffee in Ingolstadt trinken zu können. Innerhalb der Gruppe gibt es Regen Austausch, etwa gäbe es ohne Lamborghini keinen Audi R8, Italdesign Giugiaro kann Designinput liefern oder man kann sich Fähigkeiten in der Oberflächenverarbeitung (z.B. Schweißnähte) bei Ducati. Aber auch umgekehrt gibt es natürlich Kooperationen, etwa kann Ducati von den bei Audi entwickelten Voll-LED-Scheinwerfern profitieren. So ist man bei Audi auf jeden Fall der Überzeugung, dass diese Verbindungen für die Zukunft gemacht sind.

Fotos: Stefan Maaß & Jens Stratmann

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24 Jahre, macht irgendwas mit Onlinemarketing und schon immer Auto-begeistert: Ob Bobbycar, Matchbox, Gokart, Kart oder heute die "richtigen" Autos – die Faszination ist ungebrochen.