Der Audi, der ganz alleine fährt

Für den Autobegeisterten von heute sind nicht mehr nur die reinen Automessen interessant, wenn es um Neuvorstellungen von Produkten der Autohersteller geht. Inzwischen präsentieren die sich auch immer mehr auf Elektronikmessen, wie sie z.B. derzeit mit der CES in Las Veges. Consumer Electronics Show – eine der größten Messen für Elektronik und Unterhaltungsmedien, weltweit. Bei den riesigen Infotainment-Systemen der aktuellen Modelle ist es aber auch kein Wunder, dass auch Elektronikmessen für die Hersteller interessant werden. Nun hat Audi dort aber doch eine kleine Sensation präsentiert: das selbstfahrende Auto mit vier Ringen am Kühlergrill.

Audi A7 mit Audi connect

Es geht auch ohne… Fahrer

Schon jetzt ist in modernen Fahrzeugen eine unglaubliche Armada an Assistenzsystemen vorhanden, die den Fahrer unterstützen kann. Angefangen bei ABS und ESP bis hin zu modernen Helferlein wie Spurhalteassistent oder Müdigkeitswarner. Mit der weiteren Entwicklung werden sie aber in wenigen Jahren schon so intelligent sein, dass sie den Fahrer sogar entlasten können – man denke z.B. an Stauassistenten. Und von diesem Punkt aus ist es wirklich nicht mehr weit bis das Auto auch ohne unser aktives Zutun von A nach B fährt.

Audi active safety Parkpilot

Per Knopfdruck parkt der Audi aus

Was, laut den Aussagen von Bosch, erst in 15 bis 20 Jahren die Marktreife erreichen wird (nicht nur technisch, sondern vor allem auch juristisch), muss natürlich heute schon getestet werden. So testet auch Audi – als bisher einziger deutscher Automobilkonzern offiziell – mit Fahrzeugen, die sich eigenständig auf den Straßen bewegen. Bisher wohl nur in den USA, denn bisher sind nur dort vom Gesetzgeber die Möglichkeiten für diese Tests gegeben.

So wird auf der CES in Las Vegas aktuell auch ein Audi A7 präsentiert, der eine noch recht frühe Version des autonomen Fahrens, die pilotierte Fortbewegung, unterstützt. Tatsächlich ist es in dieser Version der Stauassistent, der im zähflüssigen Verkehr bis zu einer Geschwindigkeit von 60 km/h dem Fahrer das Beschleunigen, Bremsen und (bis zu einem bestimmten Winkel) auch die Lenkbewegung abnimmt. Damit wird wohl auch der übelste Stop-and-Go-Berufsverkehr zur Entspannungsphase am Morgen.

Audi connect Parkplatzsuche

Parkplatzsuche auf dem iPad

Aber auch das Ein- und Ausparken kann vom Auto selbstständig erledigt werden, ähnlich wie ich es im letzten Herbst auch schon bei Bosch erleben durfte. Unter dem Stichwort Audi connect wird dann auch die Car2Car-Kommunikation weiter verbessert und zusammen mit den weiteren Infotainmentsystemen verspricht Audi ein ganz neues Bedien- und Fahrerlebnis. Alles nach dem Motto: Vorsprung durch Technik.

Ich bin gespannt, wann auch die übrigen Automobilkonzerne offen über ihre Versuche im Bereich autonomes Fahren sprechen. Bisher war der Vorreiter ja Google, aber auch Bosch hat wohl erste Testfahrzeuge auf die Straßen Nevadas geschickt.

Weitere Informationen zu Audis Pressekonferenz auf der CES gibt es auch bei NewCarz, die direkt vor Ort waren.

Fotos: Audi 

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