KIA integriert Google Maps in seine Autos

Internet im Auto interessiert mich als Blogger und Technologie-Begeisterten ja quasi schon von Haus aus. Dahingehend interessiere ich mich natürlich bei Autos (neben den Fahreigenschaften) immer vor allem für die Infotainment-Systeme. KIA hat nun ankündigt, ab dem kommenden Jahr Google Maps in sein UVO eServices genanntes Bordsystem einzubinden. Dieses soll dann dazu dienen, neben der Navigation auch die Point-of-interest (POI) – also z.B. Bahnhöfe, Supermärkte, Krankenhäuser etc. – aufzufinden.

KIA UVO – © KIA MOTORS

KIA UVO – © KIA Motors America

Um die Eingabe der Ziele zu erleichtern, sollen die KIA-Kunden ihre Ziele auch über die UVO-App auf dem eigenen Smartphone finden und mittels Send2Car an das Auto übermitteln können. So kann man also schon im Wohnzimmer das Ziel auswählen und muss nicht erst im Auto lange frickeln, sondern kann direkt losfahren. Damit ist KIA meines Wissens erst der zweite Hersteller nach BMW (!), der die Google-Dienste von Haus aus in die Autos integriert.

Das UVO-System der zweiten Generation kann aber natürlich noch viel mehr als nur Google Maps, z.B. die komplett sprachgesteuerte Bedienung des Systems (eServices Guide), eine automatische Notruf-Absendung, wenn die Airbags auslösen, oder eine Parkplatz-Erinnerung, damit man sein Auto auch in fremden Städten immer wieder findet. Außerdem gibt es ein Webportal „Car Care Web“, über das die Besitzer die Inspektionsanzeigen durchchecken können – ohne selbst einen Blick unter die Motorhaube werfen zu müssen.

2014 KIA Sorento CUV – © KIA Motors America

2014 KIA Sorento CUV – © KIA Motors America

Auf den Markt kommen soll das System vorerst nur im neuen 2014er KIA Sorento CUV, der auf der L.A. Motor Show Ende letzten Jahres vorgestellt wurde und im ersten Quartal 2013 zu den Händlern kommen soll. Ein kleiner Haken besteht jedoch darin, dass die notwendige Smartphone-App zunächst nur für das iPhone verfügbar sein wird. Andere Geräte werden erst im Laufe des Jahres verfügbar sein – wobei ich als alter Apple-Fan da eher keine Probleme mit hätte. 🙂