Ford MyKey im neuen Fiesta: Damit Eltern immer noch ein Auge auf uns haben können

Sicherheit im Auto. Bei allem Spaß, den man gerne beim Autofahren und im Auto haben darf, sollte Sicherheit immer an oberster Stelle stehen. „Schnell aber sicher“ ist die Devise, mit der ich auch meinen Eltern immer versucht habe, meine Fahrweise zu vermitteln. 😉 Für Eltern hingegen gilt dann doch eher die Devise „Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser“, gerade wenn es ums Autofahren geht. Rund 53% der Eltern würden ihren Sprösslingen das Auto mit einem sichereren Gefühl überlassen, wenn sie die Fahrweise in irgendeiner Form beeinflussen oder einschränken könnten, auch ohne daneben zu sitzen.

Der neue Ford Fiesta (2013) – © Ford

Der neue Ford Fiesta (2013) – © Ford

Gesagt getan, dachte sich Ford und entwickelte das MyKey-System für den neuen Ford Fiesta (in den Vorgänger habe ich vor kurzem mal reingeschnuppert). Damit ist es den Eltern möglich, die Höchstgeschwindigkeit zu begrenzen, die maximale Lautstärke (auf ein Normalmaß) festzulegen oder sogar die gesamte Soundanlage zu deaktivieren, wenn einer der Passagiere (ja, auch Beifahrer) nicht angeschnallt ist. Außerdem können mit MyKey die Fahrsicherheits-Systeme nicht mehr deaktiviert werden und für die etwas verpeilten Fahrer unter uns meldet sich auch die Tank-Warnanzeige etwas früher als normal, um es auf jeden Fall noch zur nächsten Zapfsäule zu schaffen.

Ich gebe zu, zuerst war ich ziemlich begeistert von der Idee. Dann habe ich weitergelesen und bin auf den Punkt mit der permanenten Aktivierung der Fahrsicherheitssysteme gestoßen und musste unweigerlich an den Spaß denken, den das Driften auf leeren Supermarktparkplätzen im Winter bringt. Das funktioniert aber nur oder zumindest besser, wenn das ESP deaktiviert wurde. Ford will mir als jungem, dynamischen Fahrer also den ganzen Spaß versauen?

Die Ford MyKey Konfiguration erfolgt über den Bord-Computer – © Ford

Die Ford MyKey Konfiguration erfolgt über den Bord-Computer – © Ford

Nicht wirklich. Denn denke ich in einem vernünftigen Moment noch mal darüber nach, erschließt sich mir der Sinn durchaus. Wenn das ESP auch in gewollten „Gefahren-Situationen“ nicht deaktiviert werden kann, kann auch da nichts passieren. Denn nach den kleinen Einstiegsdrifts wird man immer mutiger… bis etwas schief geht. Denn meistens sind es ja doch eher die unvernünftigen Momente, die in ihrer Konsequenz so gar keinen Spaß mehr machen und gerade beim Auto in der Regel eher teurer werden, wie z.B. das Video anschaulich demonstriert (ab Min. 1:54):

Insofern ist das Ford MyKey-System sicherlich gar nicht so verkehrt, wenn es darum geht, Fahranfänger erstmal strikt in die Grenzen zu weisen. Denn selbst wenn der Fahrer einigermaßen vernünftig ist, bei den „richtigen Freunden“ mit den „richtig lustigen Ideen“ an Bord können Prinzipien schnell auch mal über selbigen geworfen werden. Und dann muss der Fahrer sich nicht blöd kommen lassen und ist nicht der Buhmann, weil er nicht jeden Blödsinn mitmacht – das Auto ist ja schuld, nicht er. „Sie“ lasse ich da jetzt mal bewusst außen vor 😉 , obwohl auch Lisa „The Car Addict“ von MyKey ganz angetan scheint.

Fehlt nur noch der altkluge Spruch, dass, wer bei seinen Freunden schon unten durch ist, weil er keine Mutproben mit seinem Auto machen will, sich besser andere Freunde suchen sollte. Aber wer macht das schon… 🙂

Also liebe Eltern: Der neue Ford Fiesta, der ab Januar in Deutschland auf den Markt kommt, wird mit dem MyKey-System erhältlich sein. Sind ja noch ein paar Tage Zeit bis Heiligabend, vielleicht könnt ihr da eurem fahranfängrigen Spross doch noch eine besondere Freude machen? MyKey wird übrigens nichts extra kosten, ist also ein absoluter No-Brainer.