Angefahren: Ford Fiesta Champions Edition

Vor kurzem hatte ich für 24 Stunden einen Ford Fiesta Champions Edition als Mietwagen von Sixt (Bahn.bonus-Punkte sei dank). Keine lange Zeit um ein Auto wirklich erfahren zu können, aber dennoch versuche ich euch meine Beobachtungen und Eindrücke zu schildern.

Der Fiesta ist ein Kleinwagen, dessen sollte man sich bewusst sein. Möchte ich (1,87 Meter groß) vorne halbwegs bequem sitzen, wird es für den Passagier in der zweiten Reihe ein wenig eng. Glück nur, dass ich meine Beine beim Fahren sowieso lieber ein wenig mehr angewinkelt als ausgestreckt habe. 🙂 Gerade bei Kleinwagen würde ich immer den Griff zum Viertürer empfehlen, vor allem wenn man des Öfteren mehr als eine Person mitnimmt, ist es für den zweiten bis vierten Mitfahrer wesentlich bequemer durch eine eigene Tür ein- und aussteigen zu können. 

Sixt hat den Ford Fiesta in der ECMR-Klasse mit dem 1,2 Liter Benzin-Motor ausgestattet, der über 82 PS und 114 Nm verfügt. Für das kleine Auto ist das ganz ok, auf der Strecke von Mosbach nach Mettmann über die A6 und die A3 (dank vieler Berge und du-darfst-auf-der-linken-Spur-nicht-unter-140-fahren-Fahrer eine recht anspruchsvolle Strecke für einen Kleinwagen) kam ich doch gut mit dem Fiesta klar. Auch bei Tempo 160 (bergrunter) fuhr er sich noch ziemlich passabel und lag für seine Klasse gut auf der Straße.

Das einzige was mir beim Fahren etwas merkwürdig vorkam, war die Fünf-Gang-Schaltung. Beziehungsweise die Schaltwege, die mir, auch im Verbindung mit dem recht hohen Schaltknauf, ziemlich lang vorkamen. Meine Freundin, die ebenfalls ein paar Meter fahren durfte, bestätigte mir diesen Eindruck: „Da hast du ja das Gefühl, du rührst in einem LKW-Getriebe rum.“ Eine etwas kürzere Schaltstange würde dem Ford Fiesta also bestimmt nicht schaden, zumal ja heute jeder Hersteller irgendwie ein sportlich es Feeling vermitteln möchte. Nachdem ich aber fünf Stunden mit dem Fiesta gefahren bin, ist es mir auch nicht mehr aufgefallen. Man gewöhnt sich eben an alles.

Im Tacho des Fiestas ist ein kleiner Bordcomputer untergebracht, der neben dem Tageskilometer-Zähler auch den Benzinverbrauch und die Außentemperatur anzeigt. Sind wir mal ehrlich – mehr braucht es eigentlich auch nicht. Allerdings hätte die Anzeige selbst ein wenig größer sein können. Da sie – für mich ungewohnt – im oberen Bereich des Tachos untergebracht war, war sie durch kleine und filigrane Ziffern noch mal etwas schwerer zu erkennen.

Das eingebaute Radio war für einen Kleinwagen sehr ordentlich. Das iPhone konnte ich per USB-Kabel (alternativ ist auch ein AUX-Anschluss verbaut) recht einfach zur Musik-Wiedergabe überreden, in der Champions Edition (Ford ist offizieller Partner der UEFA Champions League) ist jedoch sogar eine Bluetooth-Freisprecheinrichtung serienmäßig integriert. Die Verknüpfung zwischen Telefon und Radio über den Blauzahn einzurichten, war mir jedoch im ersten Versuch nicht vergönnt. Ich gebe aber auch zu, dass ich mich mangels Notwendigkeit bei meiner Fahrt nicht weiter damit beschäftigt habe. De facto habe ich das beim gleichen Radio in einem Ford Focus schon mal geschafft, es ist also durchaus möglich. 😉

Aufgefallen ist mir auch die Gestaltung der Klimaanlagen-Bedienung. Bei den Drehknöpfen werden nämlich nicht die Knöpfe selbst bewegt, sondern ein Ring um die Knöpfe. Gerade der mittlere ist so groß, dass ich die genaue Positionierung auf einer der zahlreichen Auswahlmöglichkeiten (wie soll ich mich da bloß entscheiden, wo die Luft hingepustet werden soll) etwas schwierig fand.

Einen Großteil meiner Fahrt hatte ich noch drei weitere Mitfahrer, die jeweils einen kleinen Trolley dabei hatten. Zusammen mit meiner Reisetasche haben die alle Platz im Kofferraum des Ford Fiesta gefunden. Auch trotz der recht hohen Beladung und nur halbwegs sparsamer Fahrweise, war der Benzinverbrauch dennoch genau das: sparsam. Knapp 6 Liter / 100 km war der Durchschnittsverbrauch nach dem abschließenden Tanken – finde ich persönlich für einen Benziner nicht zu viel.

Der Fiesta ist ein ganz ordentliches Auto, wer nicht allzu viel Platz braucht, dürfte mit ihm zurecht kommen. Aber auch zu viert im Auto zu sitzen und den Kofferraum mit Gepäck zu füllen ist kein Problem. Der 1.2 Liter-Motor mit den 82 PS war in Ordnung, für den Stadt-Verkehr mehr als ausreichend, aber auch für die Autobahn nicht zu schwach.

Der aktuelle Ford Fiesta in der Champions Edition ist ab 9.990 Euro erhältlich, zumal im kommenden Frühjahr bereits das Modell mit Facelift auf den Markt kommen wird, kann man beim Händler jetzt vielleicht noch den ein oder anderen Rabatt herausschlagen.

Mehr Impressionen gibt’s in der nachfolgenden Galerie: