Ein würdiger Nachfolger: Der VW Beetle – jetzt auch als Cabrio

Ich gehöre ja nun wirklich nicht mehr zur Generation Käfer. Er ist das Auto meiner Großeltern und auch meiner Eltern. Ein Auto, mit dem sie nicht nur die täglichen Strecken zur Arbeit zurücklegten, sondern auch hunderte und tausende Kilometer in den Urlaub fuhren. An die Nordsee, in den Schwarzwald, sogar bis nach Spanien wurden sie vom Volkswagen gebracht. Vollgepackt bis oben hin, das Baby sogar noch auf der Hutablage dapiert, machten sie sich auf den Weg. Und all diese Reise-Strapazen in einem Auto, in dem von Servolenkung, ABS oder gar Klimaanlage noch nicht mal ansatzweise die Rede war. „Familienkutsche“ wurde eben damals noch anders definiert. Der VW Käfer war ein Auto, dass Millionen von Menschen zuverlässig, einfach und günstig zu ihrem Ziel brachte.

Doch dann gab es den Versuch, diesen automobilen Erfolg wieder aufleben zu lassen. New Beetle nannten die Wolfsburger 1997 das Retro-Modell. Mit einem Design, dass so „rundgelutscht“ und ohne Kanten daherkam, dass der New Beetle sofort als Frauen-Auto verschrien war und kaum ein Mann sich freiwillig ans Steuer setzen mochte. Die Blümchenvase am Armaturenbrett tat ihr übriges. Dementsprechend selten sah und sieht man den VW New Beetle auf Deutschlands Straßen.

Zum Glück hatte Volkswagen ein Einsehen. Im letzten Jahr brachte man den VW Beetle auf den Markt, ein Nachfolger, bei dem man sichtbar aus alten Fehlern gelernt hatte. Kantiger, sportlicher, maskuliner – und doch erinnert er mehr an den Ur-Käfer als der New Beetle es jemals vermocht hat. Ein Auto, das durchaus Spaß vermitteln könnte.

Das VW Beetle Cabrio – hier als Studie E-Bugster

Nun liefert VW das passende Beetle Cabrio nach. Ende November soll es auf der LA Auto Show präsentiert werden und die ersten Bilder, die im Internet kursieren, machen Lust auf mehr. Mit den klassischen Rundscheinwerfern und dem Rundinstrument im Innenraum will man eine stimmige Kombination zwischen Vergangenheit und Jetztzeit herstellen. Gepaart mit den aktuellen Motoren des Konzerns (bis zu 200 PS als Benzin-Variante, der größte Diesel-Motor leistet immerhin 140 PS) und der flacheren Linie soll das Cabrio, wie die Limousine, wesentlich sportlicher wirken. Das (elektrisch öffnende) Stoffverdeck, wie beim Ur-Käfer Cabrio, rundet die Sache dann ab.

Mit einem Einstiegspreis von knapp über 21.000 Euro wird es wohl auch nicht mehr zu dem Volks-Wagen, der der Käfer damals war. Für Volkswagen-Fans, die auch Cabrio-Freunde sind, könnte es aber eine günstigere Alternative zum VW Golf Cabrio sein.

Bis man das VW Beetle Cabrio allerdings in Natura sehen kann, muss man sich wohl noch ein wenig gedulden. Erst ab März 2013 steht es bei den Händlern und wartet dann auf die ersten sonnigen und warmen Tage.

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24 Jahre, macht irgendwas mit Onlinemarketing und schon immer Auto-begeistert: Ob Bobbycar, Matchbox, Gokart, Kart oder heute die "richtigen" Autos – die Faszination ist ungebrochen.

3 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. Pingback: Deutscher Auto Blogger Digest vom 04.10.2012 › "Auto .. geil"

  2. Der Beetle als Cabrio gefällt mir auch ganz gut. Gab’s da nicht im letzten Jahr auch so ne Facebook-Kampagne, in der man seinen Testosteron-Wert „berechnen“ lassen konnte?

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