Umzugstest: Mercedes-Benz C180 T-Modell

Letztens hatte ich mal wieder einen Mietwagen, gebucht war ein Auto der Klasse CWMR, also Ford Focus Turnier oder Peugeot 308 SW. Da die Sixt-Station aber leider, leider keinen Kombi der Golfklasse mehr verfügbar hatte, bekam ich ein Mercedes-Benz C-Klasse T-Modell (es kann sich also durchaus lohnen, bei kleineren Stationen die Autos abzuholen). Meine letzte Begegnung mit einer C-Klasse ist ja noch gar nicht so lange her, damals waren allerdings auch ein „paar“ PS mehr unter der Haube.

Ich hatte einen C180 BlueEFFICIENCY der neuesten Generation, gerade mal etwas über 4000 Kilometer standen auf dem Tacho und er fuhr sich sehr angenehm, wie man das wohl auch von einem Mercedes erwartet. In der Ausstattung fehlte mir eigentlich lediglich der Tempomat – vielleicht ist es dekadent, aber ich finde es extrem unentspannt, ohne Geschwindigkeitsregelanlage fahren zu müssen.

Trotzdem vergab mir die ECO-Anzeige im Bordcomputer volle Punktzahl für gleichmäßiges Fahren. Ebenso auch für sparsame Beschleunigung; einzig den Balken für effizientes Ausrollen habe ich auf der knapp 400 Kilometer langen Tour von Hamburg nach Mettmann nicht voll bekommen. Immerhin 96 Prozent konnte ich zwischendurch aber insgesamt erreichen.

Das schlug sich natürlich auch im Spritverbrauch nieder. Da ich diesmal im Gegensatz zum Ausflug mit dem C63 AMG das Benzin selbst bezahlen musste, war ich natürlich wesentlich sparsamer unterwegs und hatte am Ende nur einen Durchschnittsverbrauch von 5,8 Liter / 100 km. Für einen Benzin-Motor und ein relativ vollbeladenes Auto dieser Klasse ist das ein ziemlich respektabler Wert wie ich finde.

Apropos vollbeladen: Man merkt natürlich, dass das C-Klasse T-Modell schon eher ein Lifestyle-Kombi ist. Flächenmäßig war gefühlt zwar mehr unterzubringen als in einem Opel Astra Caravan oder einem Peugeot 308 SW (diese Autos hatte ich bei den letzten Malen), aber in der Ladehöhe wurde die C-Klasse eindeutig von den vermeintlich kleineren Kombis geschlagen. Das habe ich beim Transport meines Rennrades gemerkt, bei dem es nicht reichte, das Vorderrad auszubauen und den Sattel runterzuschieben. Ich musste den Sattel komplett abnehmen und auch noch das Hinterrad ausbauen, damit das Rad (oder was davon übrig war) gerade noch so hochkant in den Kofferraum passte. Ein Dach- oder Heckträger wäre also für den geneigten Fahrradtransporteur durchaus zu empfehlen.

Wenn ich vier Stunden so über die Autobahn cruise, ist einzig das Betrachten der ECO-Anzeige (die übrigens durchaus zum Spritsparen anregt) irgendwann auch nicht mehr sooo spannend. Also ab in das Einstellungs-Menü, da kommt wieder das Spielkind in mir raus. Am besten fand ich die Funktion, dass das Auto, um das erfolgreiche Abschließen zu signalisieren, kurz hupt. Ein kurzer Abstecher zum Supermarkt hat bestätigt, dass das durchaus für irritierende Blicke bei den anderen und ein Lächeln des Fahrers sorgt. 🙂

Durch die langgezogene Hutze auf der Motorhaube lassen sich die Abmessungen meiner Meinung nach eher schlecht einschätzen lassen. Wie ich festgestellt habe, lässt sich aber durch die Mitte des Sterns auf der Motorhaube ziemlich genau die Linie anvisieren, die auch die rechten Räder berühren. Wie gesagt: Spielkind. 🙂

Ansonsten lässt sich festhalten, dass so ein C-Klasse T-Modell durchaus ein feines Auto ist, das man mir durchaus gerne vor die Tür stellen dürfte.

PS: Für anständige und mehr Fotos hatte ich leider an dem Tag weder Kopf noch Zeit. Der Umzug stand dann doch irgendwie im Vordergrund. Aber ich gelobe Besserung – am Sonntag geht es schon weiter nach Mosbach, wieder mit einem Mietwagen. Ich bin gespannt, was ich diesmal bekomme.

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